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Ausgangslage und Ziele
Anstoß der Initiative war die 2004 angespannte Parkplatzsituation im neunten Bezirk. Nach Überlegungen zu einem verbesserten Parkkonzept kam die AGENDA-Gruppe jedoch zu dem Schluss, dass bei der Reduzierung der Fahrzeuge als Verursacher des Platzproblems angesetzt werden muss. Ziel der Initiative war es, das mangelnde Angebot von Car-Sharing zu verbessern. Nach einer intensiven Bewerbung der Projektgruppe gab es eine sehr hohe Resonanz in der Bevölkerung.

Arbeitsschritte und AkteurInnen
Um die Gruppe der AnrainerInnen bei der Initiierung eines privaten Car-Sharing-Modells zu unterstützen wurden mit Unterstützung des AGENDA-Büro folgende Maßnahmen getroffen:

  • Noch 2005 wurde ein nachbarschaftlich organisiertes Car-Sharing-Modell entwickelt und die nötigen Informationen auf der Internetseite http://www.agenda21.or.at/carsharing.html bereitgestellt. Das Forum bietet interessierten BürgerInnen eine Plattform, über die sie Kontakte zu Fahrzeugsuchenden und -bietenden knüpfen können.
  • Mit Hilfe des VCÖ und des Kuratoriums für Verkehrsicherheit wurden Modell-Verträge erstellt und ebenfalls im Forum zur Verfügung gestellt. Der Mitbenutzungsvertrag bzw. der Autoteil-Verein regeln Versicherung, Haftung, Abrechnung und Wartung der "geteilten" Autos.
  • Um das Auto-Teil-Modell bekannt zu machen, wurde 2005 intensiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben: Mobilitätstreffen mit Stadtrat Schicker, Aktion zum Autofreien Tag, Beiträge im AGENDA-Newsletter sowie in einschlägigen Medien.

2005 kam es auf Initiative der Gruppe zur Bildung mehrerer Fahrgemeinschaften. Allerdings zeigt unsere Erfahrung, dass die Hemmschwellen sehr hoch sind, ein "fremdes" Auto zu teilen, trotz der Verträge, die Konflikten vorbeugen, weil sie Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten klären. Die klein strukturierte Organisation ermöglicht zwar einen hohen Grad an Individualität, hat aber auch den Nachteil, dass der Organisationsaufwand für die einzelnen relativ hoch ist und erst Detailregelungen ausgehandelt werden müssen (z.B. Kilometergeld und Reparaturkosten).
Trotz großem Interesse kristallisierte sich bald heraus, dass der Betrieb einer Car-Sharing-Plattform einen professionellen, wenn auch nicht zwingend gewinnbringenden Betrieb erfordert.

Um die Möglichkeiten eines ergänzenden Car-Sharing-Angebotes für Wien auszuloten und mögliche Projektträger zu finden, lud die Projektgruppe am 11. Mai 2006 zahlreiche ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen aus den Bereichen Verkehr, Verwaltung und Politik zur Veranstaltung FREI.RAUM statt STAU.RAUM. Der Entwicklungsbedarf und mögliche Organisationsformen wurden dort herausgearbeitet, allerdings konnte bis jetzt kein Träger gefunden werden. Ein Car-Sharing-Modell kann nur von einem entsprechendem Träger/Kooperationspartner umgesetzt werden und spricht für die Schaffung eines Unterstützungsangebotes speziell für nachhaltige Unternehmensgründungen.

Ausblick
Nachdem die Präsentation das Car-Sharing Modells beim Agenda-Gipfel im Rathaus (20-21.4.06) und die Präsentation der Veranstaltungsergebnisse bei agenda.mobil.fortschritte mit SR Rudolf Schicker (18.5.06) zwar auf Anerkennung aber nicht auf weitere Maßnahmen seitens der öffentlichen Hand stieß, initiierte die Projektgruppe die Vortrags- und Diskussionsreihe „Wege zur nachhaltigen Bezirksentwicklung“, mit der sie auf bestehende Modellprojekte für eine nachhaltige Mobilität aufmerksam macht. Mit der Diskussionsreihe hat sich das Spektrum der Gruppe neben Verkehr auch auf Fragen zu Energie, Grünraum und anderen Nachhaltigkeitsthemen erweitert. Daher hat sie sich Anfang 2007 einen neuen Namen gegeben. Unter bewusst.nachhaltig finden die erweiterten Interessen Platz, und das Car-Sharing-Thema kann weiter verfolgt werden.

Siehe auch
Autofreier Tag 2005

Kontakt:
Walter Vertat
Tel.: 01/815 45 38
E-Mail: walter.vertat@aon.at

Homepage
http://www.agenda21.or.at/carsharing.html



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